Planungsbürokratie – für einen Laien nicht so recht verständlich

Als Reaktion auf unsere Bauvoranfrage hatte das Kreisbauamt aufgrund planungsrechtlicher Vorgaben im Flächennutzungsplan einen negativen Vorbescheid geschickt und geschrieben, dass „eine Zulässigkeit des Vorhabens nur durch die Anderung des Flächennutzungsplanes und durch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes erreicht werden kann.“

Das hatten wir im Einklang mit den örtlichen Fachleuten so verstanden, dass mit der Aufstellung dieser Pläne eine Realisierung unseres Wohnprojekts auf dem Grundstück möglich sein wird. Daraufhin haben wir einen Termin mit der Stadtverwaltung gemacht, um die nächsten Planungsschritte zu besprechen.

Gebremst hat uns dabei allerdings, dass wir von Mitarbeitern des Kreises mit der Interpretation konfrontiert wurden, dass auch bei der  Vorlage eines geänderten Flächennutzungsplans und der Erstellung eines Bebauungsplans   eine Bebaubarkeit „nicht in Aussicht gestellt“ werden könne.

Das kommt uns doch widersprüchlich vor und ist nun zunächst zu klären.

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Wir suchen Kooperationspartner

Mit Aufnahme der konkreten Planungen und der Grundstückssuche für unser Wohnprojekt sind wir an soziale Träger herangetreten, da der Gedanke der Inklusion gut zu unseren konzeptionellen Vorstellungen passt. Mit dem Vorstand der Bramstedter Lebenshilfe waren wir im intensiven Gespräch und haben unter anderem auch gemeinsam die Wohnstätte „Am Wilden Moor“  in Norderstedt besucht.  Die Wohnstätte unter dem Motto „Alle inklusive“ ist ein großes Wohnprojekt, das von der Lebenshilfe imitiert wurde und in dem Menschen mit und ohne Behinderung in einer großen Wohnanlage leben. Dieser Besuch hat uns weiter bestärkt, ein gemeinsames Dach für alle anzustreben. Menschen mit Behinderung, ob sie im Rollstuhl sitzen, geistig oder psychisch eingeschränkt sind, haben ihre eigenen oder gemeinsamen Wohnungen und werden je nach dem individuellen Bedarf unterstützt.

Da der Vorstand der Lebenshilfe ein gemeinsames Projekt als eine unter verschiedenen Optionen ansah, haben wir auch Gespräche mit der Diakonie Altholstein und dem Landesverein für Innere Mission geführt, um deren Resonanz an einem gemeinsamen Vorgehen heraus zubekommen. Erfreulicherweise stießen wir auf großes Interesse und eigene Konzepte, die in die gleiche Richtung gehen. Allerdings ist für alle Träger, die Angebote für behinderte Menschen machen, die Finanzierung von Wohnmöglichkeiten schwierig. Sie müssen in der Regel in hohe finanzielle Vorleistungen treten.

Einem Artikel der Segeberger Zeitung vom 19.3.2012 ist nun zu entnehmen, dass die Lebenshilfe einen eigenen Standort für Wohnungen für Menschen mit Behinderung gefunden hat. Schade, wir hätten uns über eine Zusammenarbeit vor Ort gefreut.

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Wann öffnen wir unsere Initiativgruppe?

Mit dieser Frage haben wir uns beim letzten Initiativtreffen am 11. März  2012 beschäftigt.

Kurz zur Historie: nachdem wir seit Jahren in einer großen Gruppe (wechselnde 20-30 Menschen) in eher allgemeiner Form über Wohnprojekte, Lebensformen und eigene Perspektiven diskutiert hatten, gab es keine Einigkeit, ab wann man mit der Konkretisierung beginnen solle. Daraufhin hatte eine kleinere Gruppe verabredet, wegen des zu erwartenden 2-4jährigen Projektvorlaufs jetzt in die konkrete Planung einzusteigen und die Voraussetzungen für das Wohnprojekt zu klären. Die anderen Mitglieder wollten erst mal abwarten, was sich so entwickelt.

Erarbeitung einer gemeinsamen "Zeitleiste" für die weiteren Schritte

„Zeitleiste“ – Wir erarbeiten einen Zeitplan für die weiteren Schritte.

Seit Anfang 2010 haben wir uns mit der kleinen Gruppe regelmäßig getroffen, haben mehrere Wohnprojekte angeguckt und uns vor allen Dingen um die Wahl eines Grundstücks gekümmert. Wir haben Gespräche mit dem Bauamt und dem Bürgermeister geführt und mittlerweile zwei Bauvoranfragen gestellt. Mit verschiedenen sozialen Trägern sind wir im Gespräch, wie man ein soziales Projekt in das Wohnprojekt integrieren kann. Um rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen zu klären, haben wir uns mit Stattbau Hamburg, dem Genossenschaftsverband und einer Genossenschaft getroffen. Derzeit konkretisiert sich die Frage des Grundstücks, viele weitere Aktivitäten sind notwendig und wir gehen erste finanzielle Verpflichtungen ein.

Jetzt wo es konkreter wird, erhalten wir auch wieder Anfragen, in die Projektgruppe einzusteigen. Wir haben diskutiert, ob es Sinn macht, unsere Gruppe zu diesem Zeitpunkt zu erweitern und entschieden, dass wir die Gruppe erst vergrößern wollen, sobald konkrete Kaufverhandlung mit dem Grundstückeigner beginnen. Bis dahin erscheint uns die kleine Gruppe schlagkräftiger und besser arbeitsfähig zu sein.

Wenn die Voraussetzungen für den Kauf eines Grundstücks vorhanden sind, werden wir eine Planungs-GBR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) gründen, die unter anderem das Ziel hat, einen verbindlichen Rahmen für die Aufnahme Interessierter zu ermöglichen. Dann wollen wir alle Interessierten im Rahmen einer Veranstaltung informieren und werben, die weiteren Schritte des Projektes gemeinsam zu machen.

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Könnte eine Wohngemeinschaft für Demente in unser Wohnprojekt passen?

Auf der Suche nach Kooperationspartnern für unser Wohnprojekt führen wir auch Gespräche mit der Diakonie Altholstein, die im Kirchenkreis Altholstein interessante soziale Projekte in Leben gerufen hat. Am Mittwochnachmittag zur Kaffeezeit hatte uns die Diakonie in eine Wohngemeinschaft für Demente eingeladen.

Die Wohngemeinschaft erstreckt sich im Parterre eines ansprechend modernisierten Wohnblocks in einem Neumünsteraner Wohngebiet. Fußläufig sind Geschäfte, Ärzte und eine Apotheke zu erreichen. Wohngemeinschaft bedeutet bei diesem Konzept, dass alle 12 Bewohner Mieter von Einzimmerapartments sind und mit der Diakonie Altholstein einen Betreuungsvertrag abgeschlossen haben, der sich auf die gemeinsame Haushalts- und Lebensführung und Freizeitgestaltung bezieht. Die Bewohner leben in Einraumwohnungen mit Bad und Terrasse, diese liegen nebeneinander und haben alle Zugang zu einem sehr großzügigen Gemeinschaftsbereich. Dieser wird über einen zentralen Gang von der jeweiligen Wohnung erreicht. Für die Wohnung ist jeder Mieter bzw. dessen Familie oder Betreuer selbst zuständig. Bei Bedarf an pflegerischer Hilfe wird diese von einem ambulanten Pflegedienst erbracht.

Uns hat dieses Modell gut gefallen. Es berücksichtigt individuelle Wünsche und macht einen sehr persönlichen Eindruck. Die Stimmung war freundlich und gelassen. Der Licht durchflutete Gemeinschaftsraum führt auf die Terrasse und in den Garten. Wir wollten wissen, ob Kontakt zu den anderen Hausbewohnern bestehen. Das ist nur ganz selten der Fall. Wenn allerdings ein Hausbewohner auch Unterstützung im Alltag suchen und brauchen sollte, könnte er sich auch an die Wohngemeinschaft wenden.

Eine solche Wohngemeinschaft in einem eigenen Gebäudetrakt wäre eine denkbare Ergänzung unseres Wohnprojekts. Es würde vom sozialen Träger eigenständig organisiert, aber in die Nachbarschaft eingebettet und es würde die wirtschaftliche Basis unseres Projektes verbessern. Diskutiert wid allerdings in unserer Gruppe, ob damit das generationsübergreifende Projekt zu „alterslastig“ wird.

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Die eigene Wohnung kaufen oder mieten?

Schaut man sich die verschiedenen Wohnprojekte – auch in Schleswig-Holstein an, wird man meist auf das Modell der Wohnungseigentümergemeinschaft stoßen. Menschen mit genügend Geld – größere Ersparnisse, Erbschaften oder Verkauf des bisherigen Hauses – tun sich zusammen, suchen ein Grundstück, beauftragen einen Architekten und bauen und realisieren ihr Wohnprojekt.

Wir haben den Anspruch, dass jeder mitmachen kann, auch ohne sehr viel Geld mitzubringen. Deswegen wollen das Projekt in Form einer Genossenschaft organisieren. Das gibt es auch nicht zum Nulltarif. Bei Gründung einer neuen Genossenschaft ist es notwendig, dass sich jeder mit einem Genossenschaftsanteil beteiligt, um das Eigenkapital für Grunderwerb, Bau- und Architektenkosten etc. aufzubringen. In unseren Zielen haben wir dazu geschrieben:

   3.  Solidarische Finanzierung: Wir wollen Niemanden wegen geringer finanzieller Mittel ausschließen, akzeptieren aber, dass Menschen mit einer finanziell besseren Situation sich ihre Lebensumstände gegebenenfalls komfortabler einrichten können. Hierfür planen wir eine Kombination aus Miet- und Eigentumswohnungen und streben solidarische Finanzierungsformen in einem genossenschaftlichen Rahmen an.

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Reaktion auf unsere Bauvoranfrage

 Nun haben wir eine Antwort der Kreisbauaufsichtsbehörde des Kreises Segeberg zu unser Bauvoranfrage vom Dezember 2011. In bestem Behördendeutsch, gespickt mit vielen Paragraphen aus dem Baugesetzbuch und dem Bundesnaturschutzgesetz teilt uns die Behörde mit, „dass eine Genehmigungsfähigkeit Ihres Vorhabens an dem von Ihnen geplanten Standort nicht gegeben“ sei.

Liest man das Schreiben aber im Detail, zeigt sich, dass keine Hürden aufgestellt werden, die nicht gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den städtischen Ausschüssen  überwunden werden können. Und diese haben sich im Planungsausschuss sehr positiv zu unserm Projekt geäussert.

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Ein gemeinsames Dach für verschiedene Menschen

Zu einem nachbarschaftlichen Wohnprojekt gehört unseres Erachtens , dass niemand ausgegrenzt wird und ganz unterschiedliche Menschen eine Form des Zusammenlebens finden. Aus diesem Grund sind wir im Gespräch mit Trägern, die Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung führen zu können. Modelle nicht nur in den Niederlanden und in Dänemark, sondern auch in Deutschland zeigen, dass mit einer entsprechenden Betreuung eine Integration in ein Wohnprojekt möglich ist und für alle eine Bereicherung sein kann.

Klar ist, dass sich die Wohngruppe nicht mit der Betreuung überfordert, sondern dass es um eine offene freundliche Nachbarschaft geht – weitergehende Unterstützung ist Sache der „Profis“. Dazu unser 10. Ziel:

   10.  Inklusion: Da unsere Vorstellungen eines guten nachbarschaftlichen Zusammenlebens gut mit denen der „Inklusion“, d.h. der gleichberechtigten Teilnahme von Menschen mit Behinderung an allen Bereichen des Lebens, zusammen passen, streben wir die Zusammenarbeit mit sozialen Trägern an, und laden sie ein, in eigener Trägerschaft aber konzeptionell verbunden, ein Angebot für unterstütztes Wohnen auf dem gemeinsamen Grundstück zu errichten.

Wir werden uns in nächster Zeit  einige Projekte zur „Inklusion“ ansehen, um uns selbst ein Bild der verschiedenen Möglichkeiten des Zusammenlebens zu  machen.

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Wir gehen an die Öffentlichkeit

Nachdem Ende Januar ein größerer Artikel  in unserer Regionalzeitung erschien, ist nun unser Projekt einer größeren (lokalen) Öffentlichkeit bekannt geworden und es gab einige interessierte Nachfragen. Diese und andere, die schon auf unser Adressliste standen, haben wir mit weiteren Informationen per Mail versorgt. Wie zu erwarten, ist zunächst das Interesse bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte und Singles noch größer als bei jüngeren Familien. Das wird sich ändern, wenn der Zeithorizont konkreter wird und man sich das Grundstück und den Bauentwurf konkret ansehen kann.

Auf unserm Initiativtreffen am Samstag haben wir beschlossen, die Öffentlichkeitsarbeit weiter auszubauen: zur Zeit basteln wir an einem Logo, arbeiten an dieser Internet-Seite und stellen einem Flyer zu unserm Projekt zusammen. Dazu demnächst mehr.

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anders wohnen – gemeinsam leben

Wir freuen uns, dass unsere Idee eines Wohnprojektes hier in Bad Bramstedt immer mehr Gestalt annimmt.

Aktuelles findet sich beim Runterscrollen oder rechts in der Rubrik Aktuelle Themen. Grundlegende Informationen haben wir oben in der schwarzen Leiste unter der Graphik zusammengestellt, sie finden sich aber auch rechts in der Rubrik HintergrundinformationenKontakt über eMail

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Diskussion der Bauvoranfrage im Planungsausschuss

Gestern, am 23. Januar, haben wir den Planungsauschuss besucht, bei dem unsere Bauvoranfrage zum Grundstück Oskar-Alexander-Str. / Ecke Birkenweg besprochen wurde. Gefreut hat uns, dass sich alle Fraktionen nicht nur für unser Wohnprojekt, sondern auch für den Standort aussprachen (nachzulesen unter TOP 4 des Protokolls  des Planungsauschusses auf der Internetseite der Stadt).

Bedauert wurde, dass bei einer Realisierung unseres Vorhabens das Gebäude nicht erhalten werden kann. Das  bedauern wir auch, aber das Gebäude ist stark baufällig und in der derzeitigen Form nach Meinung der Fachleute nicht für die Zwecke des Wohnprojekts nutzbar. Ein möglicher Abriss fand auch einen entsprechenden Nachhall in einem Artikel in den Segeberger Nachrichten.

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Bauvoranfrage gestellt

Kurz vor Weihnachten haben wir es noch geschafft, mit Hilfe des beratenden Architektenbüros eine umfangreiche Bauvoranfrage für das Grundstück Oskar-Alexander-Str. / Ecke Birkenweg zu formulieren und bei der Stadt zur Weitergabe an das Kreisbauamt einzureichen. Einige Tage später wurde vom Kreis eine elektronische Bauakte eingerichtet, auf der wir den jeweiligen Bearbeitungsstand sehen können. Neben der Stadt wurden bei vier Behörden Stellungnahmen angefragt. Wir erwarten eine Rückmeldung im März.

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Besuch beim Wohnprojekt Torfwiesenau

Ein früher Höhepunkt des Jahres 2011 war der Besuch bei Freunden in Kiel, die uns bereits vor längerer Zeit von ihrem geplanten Wohnprojekt Torfwiesenau  in Kiel berichtet hatten, sich durch alle Schwierigkeiten durchgebissen hatten und uns nun durch die fast fertigen Häuser führen konnten. Das hat uns sehr bestärkt und ermutigt. Für 2012 haben wir uns zu einem weiteren Besuch angesagt, um zu hören, was sich seither getan hat und was wir davon lernen können.

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