Umweltgutachten zeigt Machbarkeit am geplanten Standort

Ein Blick auf das Gelände von der Au kommend

Nachdem wir auf unsere Anfragen vom Kreisbauamt Segeberg keine klaren Hilfestellung und Hinweise für das weitere Verfahren bekommen konnten, beauftragten wir ein Fachbüro mit der Erstellung einer „Landschaftsplanerischen Stellungnahme“. Das Ergebnis liegt nun seit Oktober vor und bestätigt, dass unter Berücksichtigung aller Auflagen und Einschränkungen durch Landschafts-, Natur- und Gewässerschutz auf dem Grundstück gebaut werden kann.

Das ist nun mal eine gute Nachricht, zumal das Fachbüro mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises auch bereits die Details soweit klären konnte, dass auf dieser Grundlage mit einem Architekten genauere Überlegungen zur Lage der Gebäude im Gelände, der Höhe und der Größe angestellt werden können.

Damit kommen wir unserem nächsten Realisierungsschritt, der Beantragung einer Bauleitplanung bei der Stadt Bad Bramstedt, ein großes Stück näher.

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Planungsbürokratie – nach drei Monaten keinen Schritt weiter

Wie wir unter der Überschrift „Planungsbürokratie – für einen Laien nicht so recht verständlich“ Ende März berichtet hatten, hatte das Bauamt Segeberg Ende 2011 auf unsere Bauvoranfrage geantwortet, dass „eine Zulässigkeit des Vorhabens nur durch die Änderung des Flächennutzungsplans und durch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erreicht werden kann“.

Daraufhin wollten wir uns mit Planungsausschuss und Stadtverwaltung daran machen, die entsprechenden Pläne aufzustellen. Nach weiteren Einwänden des Kreisbauamtes wurde uns aber empfohlen, zunächst mit diesem konkret zu klären, um welche Einwände es sich nun tatsächlich handelt und wie diese durch ein Bauleitplanungsverfahren ausgeräumt werden könnten, um nicht hohe Planungskosten eventuell vergeblich zu investieren.

Mitte Juni hat der Kreis Segeberg nach nunmehr drei Monaten (!) auf die Frage geantwortet, ob durch ein Bauleitplanungsverfahren die Bedenken ausgeräumt werden können. Uns wurde mitgeteilt, dass es „nicht abschließend möglich ist, einzuschätzen, ob und in welcher Form im Rahmen der Bauleitplanung das Projekt verwirklicht werden kann.“ Empfohlen wurde nun, vorab eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.

So sind wir in den letzten Monaten keinen Schritt weiter gekommen – das ist ernüchternd und ärgerlich!

Ob der Behörde nicht klar ist, wie viele Menschen an der zügigen Klärung dieser Fragen interessiert sind, um mit der Vision eines generationsübergreifenden und nachbarschaftlichen Wohnens voran zu kommen?

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Individuelle Wohnraumgestaltung im Projekt Torfwiesenau

Bei unserm Besuch im Wohnprojekts Torfwiesenau waren wir neugierig, ob die Gestaltung der Wohnungen ebenso ansprechend sein würde, wie die äußere Gesamtanlage. Unsere Gastgeber ermöglichten es uns, drei Wohnungen von innen anzusehen.

Die 50 m² Mietwohnung liegt im Parterre in Ost-West-Richtung. Aus dem Wohnzimmer und Esszimmer geht der Blick auf einen kleinen Vorgarten. Durch eine geschickte Setzung von Wandvorsprüngen und Nischen wirkt der zentrale Wohnraum sehr großzügig; der Kochbereich war einbezogen – aber optisch abgetrennt. Die große Fensterfront ist übereck gezogen, so dass auch Südsonne in den Wohnraum kommt. Neben dem Bad gibt es einen kleinen Schlafraum nach Westen ausgerichtet, eine Abstellkammer und einen Flur. Vor dem Schlafraum ist eine kleine Terrasse. Die Bewohnerin war mit der Aufteilung und den Gestaltungsmöglichkeiten sehr zufrieden. Ihre Wünsche zur Stellung der nichttragenden Wand im Wohnraum wurden beim Bau berücksichtigt. Da diese Wohnung mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung finanziert wurde, ist die Miethöhe nach oben hin festgelegt und die Mieter benötigten einen Wohnberechtigungsschein.

Das trifft auch auf die 80 m² Wohnung zu, in der wir eine Familie mit einem Kind besuchten. Diese Wohnung mit 4 Zimmern in einer Nordsüdlage hat im Süden den Blick auf einen Teich, an den sich Felder und Wiesen anschließen. Auch diese Wohnung war mit Nischen, Wandvor- und Rücksprüngen sehr einfallsreich geschnitten und gestaltet. In diesem Haus bietet ein Technik- und Versorgungsraum abgehend vom Treppenhaus Stellfläche für die Waschmaschine und andere Dinge. Viele praktische Ideen und Überlegungen waren hier umgesetzt.

Die Eigentumswohnung im selben Haus erstreckt sich über drei Stockwerke (vertikale Teilung) und ist etwa 130 m² groß. Im Dachgeschoß zieht sich über die gesamte Wohnfläche eine Terrasse und im Parterre ist ein kleiner eigener Garten gestaltbar und direkt von der Wohnküche begehbar. Die Finanzierung dieser Wohnung erfolgte durch die Eigentümer, die sich im Gesamtprojekt mit den anderen Eigentümer in einer Eigentümergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Auch in die Gestaltung der Gesamtanlage wurden Ideen und Wünsche einbezogen. Die Gruppe hatte sich nach Vorschlägen der Architektin auf Vorgaben wie die Farbauswahl zur Außengestaltung geeinigt. Da alle Wohnungen keinen Keller- oder Dachboden haben, steht jedem Mieter ein Schuppen (Kellerersatzfläche) zu. Diese sind vor den Häusern gruppiert, manche mit Gras- und Sukkulenten Dächern versehen. Einzelne Schuppen beeinträchtigen allerdings den Lichteinfall ein wenig.

Mit unserer Gastgeberin auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung

Mit unserer Gastgeberin auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung

Interessant und spannend war, dass in einem Wohnprojekt der einzelne Mieter und Eigentümer große Gestaltungsmöglichkeiten hat. Dabei kommen sehr spezielle Lösungen heraus, in die die besonderen individuellen Bedürfnisse eingeflossen sind. Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten sind gesteckt, wo die Wiedervermietung bei einem Auszug des Erstmieters durch extravagante Lösung eingeschränkt würde.

Unser Fazit, als eigener Bauherr eines Wohnprojektes hat jeder Möglichkeiten eigene Prioritäten und Vorstellungen einzubringen.

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Zu Besuch im Wohnprojekt Torfwiesenau

"Haus 1" - das erste von vier Gebäudekomplexen im Wohnprojekt Torfwiesenau

Bei wunderbarem Sonnenschein aber einem kalten und kräftigen Fördewind haben wir das Wohnprojekt Torfwiesenau in Kiel Heikendorf erneut besucht.

Jetzt stehen alle vier 4 Häuser mit 32 Wohnparteien, 69 Menschen (davon 11 Kinder) wohnen dort. Vom vorgelagerten Parkplatz geht man in die autofreie Wohnanlage, gestern haben wir viele Bewohner gesehen, die in ihren Gärten arbeiteten. Die zweistöckigen Häuser sind geschickt versetzt angeordnet und das Staffelgeschoss ist mit kräftigen Toskanafarben gestaltet.

Im Projekt Torfwiesenaus gibt es Mieter und Eigentümer. Die Mietwohnungen wurden von der Genossenschaft mit Mitteln der sozialen Wohnbauförderung gebaut. Für jede Wohnung mussten die Mieter Genossenschaftsanteile von 300 Euro /m² erwerben. Also wurden bei einer 50m² Wohnung 15.000 Euro fällig (werden bei Auszug nach einer Neuvermietung zurückgezahlt). Da im Projekt Wohnbauförderung in Anspruch genommen wird, ist Voraussetzungen, dass das monatliche Einkommen eine festgelegte Grenze nicht überschreitet.

Die Finanzierung der Eigentumswohnungen mussten durch die jeweiligen Partien gesichert werden. Beide Gruppen, die Wohnungsbaugenossen und die Eigentümer, haben sich zu einer Genossenschaft zusammengefunden, um das Gelände zu bewirtschaften und gemeinschaftliche Dinge zu regeln.

Erfahrungsaustausch im Gemeinschaftshaus des Wohnprojekts Torfwiesenau

Ines und Peter, zwei der Initiatoren und Aktiven hatten im Gemeinschaftshaus Kaffee und Tee vorbereitet und berichteten uns vom Aufbau des Wohnprojekts und dem ersten Jahr des Zusammenlebens. Das große Gemeinschaftshaus steht allen Bewohnern für Aktivitäten zur Verfügung und kostet jede Partei 33 Euro Umlage/Monat. Kleine Einnahmen zur weiteren Einrichtung und Ausgestaltung kommen durch Vermietung für z.B. die Yogagruppe rein oder wenn Bewohner „geschlossene“ Veranstaltungen und Feste feiern, zu denen die anderen Bewohner keinen Zugang haben.

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Internetseite freigeschaltet

Auf unserm Treffen am 19.4. haben wir uns schwerpunktmäßig mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.  Susanne Kagelmann (ein Mitglied unserer Initiativgruppe) hat ihre künstlerischen Fähigkeiten spielen lassen und für den demnächst vorliegenden Flyer  eine Graphik entworfen, die uns so gut gefallen hat, dass wir sie auch für den Kopf der Internetseite (siehe oben) und als Blickfang für die kleinen Artikel genutzt haben.

Die Internetseite wird nun freigeschaltet, um allen Interessierten den Fortgang unserer Initiative zugänglich zu machen. In das Programm ist eine Funktion integriert, mit der man sich über neue Artikel per eMail informieren lassen kann, da wir in Blogform aktuell über unsere weiteren Aktivitäten informieren wollen.

Zur Zeit warten wir aber immer noch auf die Reaktion des Kreisbauamtes, um endlich die nächsten Schritte gemeinsam mit der Stadt anpacken zu können.  Aber die Kreisbehörde ist auskunftsgemäß wegen Überlastung schlecht besetzt und die Aufgaben bleiben lange liegen.

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Planungsbürokratie – für einen Laien nicht so recht verständlich

Als Reaktion auf unsere Bauvoranfrage hatte das Kreisbauamt aufgrund planungsrechtlicher Vorgaben im Flächennutzungsplan einen negativen Vorbescheid geschickt und geschrieben, dass „eine Zulässigkeit des Vorhabens nur durch die Anderung des Flächennutzungsplanes und durch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes erreicht werden kann.“

Das hatten wir im Einklang mit den örtlichen Fachleuten so verstanden, dass mit der Aufstellung dieser Pläne eine Realisierung unseres Wohnprojekts auf dem Grundstück möglich sein wird. Daraufhin haben wir einen Termin mit der Stadtverwaltung gemacht, um die nächsten Planungsschritte zu besprechen.

Gebremst hat uns dabei allerdings, dass wir von Mitarbeitern des Kreises mit der Interpretation konfrontiert wurden, dass auch bei der  Vorlage eines geänderten Flächennutzungsplans und der Erstellung eines Bebauungsplans   eine Bebaubarkeit „nicht in Aussicht gestellt“ werden könne.

Das kommt uns doch widersprüchlich vor und ist nun zunächst zu klären.

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Wir suchen Kooperationspartner

Mit Aufnahme der konkreten Planungen und der Grundstückssuche für unser Wohnprojekt sind wir an soziale Träger herangetreten, da der Gedanke der Inklusion gut zu unseren konzeptionellen Vorstellungen passt. Mit dem Vorstand der Bramstedter Lebenshilfe waren wir im intensiven Gespräch und haben unter anderem auch gemeinsam die Wohnstätte „Am Wilden Moor“  in Norderstedt besucht.  Die Wohnstätte unter dem Motto „Alle inklusive“ ist ein großes Wohnprojekt, das von der Lebenshilfe imitiert wurde und in dem Menschen mit und ohne Behinderung in einer großen Wohnanlage leben. Dieser Besuch hat uns weiter bestärkt, ein gemeinsames Dach für alle anzustreben. Menschen mit Behinderung, ob sie im Rollstuhl sitzen, geistig oder psychisch eingeschränkt sind, haben ihre eigenen oder gemeinsamen Wohnungen und werden je nach dem individuellen Bedarf unterstützt.

Da der Vorstand der Lebenshilfe ein gemeinsames Projekt als eine unter verschiedenen Optionen ansah, haben wir auch Gespräche mit der Diakonie Altholstein und dem Landesverein für Innere Mission geführt, um deren Resonanz an einem gemeinsamen Vorgehen heraus zubekommen. Erfreulicherweise stießen wir auf großes Interesse und eigene Konzepte, die in die gleiche Richtung gehen. Allerdings ist für alle Träger, die Angebote für behinderte Menschen machen, die Finanzierung von Wohnmöglichkeiten schwierig. Sie müssen in der Regel in hohe finanzielle Vorleistungen treten.

Einem Artikel der Segeberger Zeitung vom 19.3.2012 ist nun zu entnehmen, dass die Lebenshilfe einen eigenen Standort für Wohnungen für Menschen mit Behinderung gefunden hat. Schade, wir hätten uns über eine Zusammenarbeit vor Ort gefreut.

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Wann öffnen wir unsere Initiativgruppe?

Mit dieser Frage haben wir uns beim letzten Initiativtreffen am 11. März  2012 beschäftigt.

Kurz zur Historie: nachdem wir seit Jahren in einer großen Gruppe (wechselnde 20-30 Menschen) in eher allgemeiner Form über Wohnprojekte, Lebensformen und eigene Perspektiven diskutiert hatten, gab es keine Einigkeit, ab wann man mit der Konkretisierung beginnen solle. Daraufhin hatte eine kleinere Gruppe verabredet, wegen des zu erwartenden 2-4jährigen Projektvorlaufs jetzt in die konkrete Planung einzusteigen und die Voraussetzungen für das Wohnprojekt zu klären. Die anderen Mitglieder wollten erst mal abwarten, was sich so entwickelt.

Erarbeitung einer gemeinsamen "Zeitleiste" für die weiteren Schritte

„Zeitleiste“ – Wir erarbeiten einen Zeitplan für die weiteren Schritte.

Seit Anfang 2010 haben wir uns mit der kleinen Gruppe regelmäßig getroffen, haben mehrere Wohnprojekte angeguckt und uns vor allen Dingen um die Wahl eines Grundstücks gekümmert. Wir haben Gespräche mit dem Bauamt und dem Bürgermeister geführt und mittlerweile zwei Bauvoranfragen gestellt. Mit verschiedenen sozialen Trägern sind wir im Gespräch, wie man ein soziales Projekt in das Wohnprojekt integrieren kann. Um rechtliche, finanzielle und organisatorische Fragen zu klären, haben wir uns mit Stattbau Hamburg, dem Genossenschaftsverband und einer Genossenschaft getroffen. Derzeit konkretisiert sich die Frage des Grundstücks, viele weitere Aktivitäten sind notwendig und wir gehen erste finanzielle Verpflichtungen ein.

Jetzt wo es konkreter wird, erhalten wir auch wieder Anfragen, in die Projektgruppe einzusteigen. Wir haben diskutiert, ob es Sinn macht, unsere Gruppe zu diesem Zeitpunkt zu erweitern und entschieden, dass wir die Gruppe erst vergrößern wollen, sobald konkrete Kaufverhandlung mit dem Grundstückeigner beginnen. Bis dahin erscheint uns die kleine Gruppe schlagkräftiger und besser arbeitsfähig zu sein.

Wenn die Voraussetzungen für den Kauf eines Grundstücks vorhanden sind, werden wir eine Planungs-GBR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) gründen, die unter anderem das Ziel hat, einen verbindlichen Rahmen für die Aufnahme Interessierter zu ermöglichen. Dann wollen wir alle Interessierten im Rahmen einer Veranstaltung informieren und werben, die weiteren Schritte des Projektes gemeinsam zu machen.

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Könnte eine Wohngemeinschaft für Demente in unser Wohnprojekt passen?

Auf der Suche nach Kooperationspartnern für unser Wohnprojekt führen wir auch Gespräche mit der Diakonie Altholstein, die im Kirchenkreis Altholstein interessante soziale Projekte in Leben gerufen hat. Am Mittwochnachmittag zur Kaffeezeit hatte uns die Diakonie in eine Wohngemeinschaft für Demente eingeladen.

Die Wohngemeinschaft erstreckt sich im Parterre eines ansprechend modernisierten Wohnblocks in einem Neumünsteraner Wohngebiet. Fußläufig sind Geschäfte, Ärzte und eine Apotheke zu erreichen. Wohngemeinschaft bedeutet bei diesem Konzept, dass alle 12 Bewohner Mieter von Einzimmerapartments sind und mit der Diakonie Altholstein einen Betreuungsvertrag abgeschlossen haben, der sich auf die gemeinsame Haushalts- und Lebensführung und Freizeitgestaltung bezieht. Die Bewohner leben in Einraumwohnungen mit Bad und Terrasse, diese liegen nebeneinander und haben alle Zugang zu einem sehr großzügigen Gemeinschaftsbereich. Dieser wird über einen zentralen Gang von der jeweiligen Wohnung erreicht. Für die Wohnung ist jeder Mieter bzw. dessen Familie oder Betreuer selbst zuständig. Bei Bedarf an pflegerischer Hilfe wird diese von einem ambulanten Pflegedienst erbracht.

Uns hat dieses Modell gut gefallen. Es berücksichtigt individuelle Wünsche und macht einen sehr persönlichen Eindruck. Die Stimmung war freundlich und gelassen. Der Licht durchflutete Gemeinschaftsraum führt auf die Terrasse und in den Garten. Wir wollten wissen, ob Kontakt zu den anderen Hausbewohnern bestehen. Das ist nur ganz selten der Fall. Wenn allerdings ein Hausbewohner auch Unterstützung im Alltag suchen und brauchen sollte, könnte er sich auch an die Wohngemeinschaft wenden.

Eine solche Wohngemeinschaft in einem eigenen Gebäudetrakt wäre eine denkbare Ergänzung unseres Wohnprojekts. Es würde vom sozialen Träger eigenständig organisiert, aber in die Nachbarschaft eingebettet und es würde die wirtschaftliche Basis unseres Projektes verbessern. Diskutiert wid allerdings in unserer Gruppe, ob damit das generationsübergreifende Projekt zu „alterslastig“ wird.

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Die eigene Wohnung kaufen oder mieten?

Schaut man sich die verschiedenen Wohnprojekte – auch in Schleswig-Holstein an, wird man meist auf das Modell der Wohnungseigentümergemeinschaft stoßen. Menschen mit genügend Geld – größere Ersparnisse, Erbschaften oder Verkauf des bisherigen Hauses – tun sich zusammen, suchen ein Grundstück, beauftragen einen Architekten und bauen und realisieren ihr Wohnprojekt.

Wir haben den Anspruch, dass jeder mitmachen kann, auch ohne sehr viel Geld mitzubringen. Deswegen wollen das Projekt in Form einer Genossenschaft organisieren. Das gibt es auch nicht zum Nulltarif. Bei Gründung einer neuen Genossenschaft ist es notwendig, dass sich jeder mit einem Genossenschaftsanteil beteiligt, um das Eigenkapital für Grunderwerb, Bau- und Architektenkosten etc. aufzubringen. In unseren Zielen haben wir dazu geschrieben:

   3.  Solidarische Finanzierung: Wir wollen Niemanden wegen geringer finanzieller Mittel ausschließen, akzeptieren aber, dass Menschen mit einer finanziell besseren Situation sich ihre Lebensumstände gegebenenfalls komfortabler einrichten können. Hierfür planen wir eine Kombination aus Miet- und Eigentumswohnungen und streben solidarische Finanzierungsformen in einem genossenschaftlichen Rahmen an.

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Reaktion auf unsere Bauvoranfrage

 Nun haben wir eine Antwort der Kreisbauaufsichtsbehörde des Kreises Segeberg zu unser Bauvoranfrage vom Dezember 2011. In bestem Behördendeutsch, gespickt mit vielen Paragraphen aus dem Baugesetzbuch und dem Bundesnaturschutzgesetz teilt uns die Behörde mit, „dass eine Genehmigungsfähigkeit Ihres Vorhabens an dem von Ihnen geplanten Standort nicht gegeben“ sei.

Liest man das Schreiben aber im Detail, zeigt sich, dass keine Hürden aufgestellt werden, die nicht gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den städtischen Ausschüssen  überwunden werden können. Und diese haben sich im Planungsausschuss sehr positiv zu unserm Projekt geäussert.

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Ein gemeinsames Dach für verschiedene Menschen

Zu einem nachbarschaftlichen Wohnprojekt gehört unseres Erachtens , dass niemand ausgegrenzt wird und ganz unterschiedliche Menschen eine Form des Zusammenlebens finden. Aus diesem Grund sind wir im Gespräch mit Trägern, die Menschen mit Einschränkungen und Behinderungen unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung führen zu können. Modelle nicht nur in den Niederlanden und in Dänemark, sondern auch in Deutschland zeigen, dass mit einer entsprechenden Betreuung eine Integration in ein Wohnprojekt möglich ist und für alle eine Bereicherung sein kann.

Klar ist, dass sich die Wohngruppe nicht mit der Betreuung überfordert, sondern dass es um eine offene freundliche Nachbarschaft geht – weitergehende Unterstützung ist Sache der „Profis“. Dazu unser 10. Ziel:

   10.  Inklusion: Da unsere Vorstellungen eines guten nachbarschaftlichen Zusammenlebens gut mit denen der „Inklusion“, d.h. der gleichberechtigten Teilnahme von Menschen mit Behinderung an allen Bereichen des Lebens, zusammen passen, streben wir die Zusammenarbeit mit sozialen Trägern an, und laden sie ein, in eigener Trägerschaft aber konzeptionell verbunden, ein Angebot für unterstütztes Wohnen auf dem gemeinsamen Grundstück zu errichten.

Wir werden uns in nächster Zeit  einige Projekte zur „Inklusion“ ansehen, um uns selbst ein Bild der verschiedenen Möglichkeiten des Zusammenlebens zu  machen.

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Wir gehen an die Öffentlichkeit

Nachdem Ende Januar ein größerer Artikel  in unserer Regionalzeitung erschien, ist nun unser Projekt einer größeren (lokalen) Öffentlichkeit bekannt geworden und es gab einige interessierte Nachfragen. Diese und andere, die schon auf unser Adressliste standen, haben wir mit weiteren Informationen per Mail versorgt. Wie zu erwarten, ist zunächst das Interesse bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte und Singles noch größer als bei jüngeren Familien. Das wird sich ändern, wenn der Zeithorizont konkreter wird und man sich das Grundstück und den Bauentwurf konkret ansehen kann.

Auf unserm Initiativtreffen am Samstag haben wir beschlossen, die Öffentlichkeitsarbeit weiter auszubauen: zur Zeit basteln wir an einem Logo, arbeiten an dieser Internet-Seite und stellen einem Flyer zu unserm Projekt zusammen. Dazu demnächst mehr.

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anders wohnen – gemeinsam leben

Wir freuen uns, dass unsere Idee eines Wohnprojektes hier in Bad Bramstedt immer mehr Gestalt annimmt.

Aktuelles findet sich beim Runterscrollen oder rechts in der Rubrik Aktuelle Themen. Grundlegende Informationen haben wir oben in der schwarzen Leiste unter der Graphik zusammengestellt, sie finden sich aber auch rechts in der Rubrik HintergrundinformationenKontakt über eMail

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Diskussion der Bauvoranfrage im Planungsausschuss

Gestern, am 23. Januar, haben wir den Planungsauschuss besucht, bei dem unsere Bauvoranfrage zum Grundstück Oskar-Alexander-Str. / Ecke Birkenweg besprochen wurde. Gefreut hat uns, dass sich alle Fraktionen nicht nur für unser Wohnprojekt, sondern auch für den Standort aussprachen (nachzulesen unter TOP 4 des Protokolls  des Planungsauschusses auf der Internetseite der Stadt).

Bedauert wurde, dass bei einer Realisierung unseres Vorhabens das Gebäude nicht erhalten werden kann. Das  bedauern wir auch, aber das Gebäude ist stark baufällig und in der derzeitigen Form nach Meinung der Fachleute nicht für die Zwecke des Wohnprojekts nutzbar. Ein möglicher Abriss fand auch einen entsprechenden Nachhall in einem Artikel in den Segeberger Nachrichten.

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