Positive Resonanz auf unsere erste Informationsveranstaltung

Auf die Einladung zu einer ersten Informationsveranstaltung unserer Wohnprojektinitiatve kamen rund 60 Interessierte aus Bad Bramstedt und dem Umland, aber auch aus den benachbarten  größeren Städten. Auf der Internetseite, durch Flyer in den Geschäften in Bad Bramstedt und durch Artikel in mehreren Zeitungen haben wir auf unsere Präsentation aufmerksam gemacht.

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Zu Beginn der Veranstaltung konnten sich die Besucher über die Grundzüge des Projekts an Hand der Stelltafeln und im Gespräch informieren. All diese Informationen sind auch auf unseren Internetseiten nachzulesen.

 

IMG_0641Im Anschluss wurde das geplante Vorhaben von Joachim Josenhans vorgestellt. Wichtig ist uns, dass es sich hier nicht um eine kommerzielle Idee eines Investors handelt, sondern dass potentielle Bewohner und Nachbarn das Projekt gemeinsam entwickeln und begleiten. Unsere Initiativgruppe versteht sich so, dass sie die Rahmendaten und die Voraussetzungen klärt, um weiteren Interessierten den Einstieg in das Projekt zu ermöglichen.

IMG_0648Susanne Kagelmann und Susanne Thormählen stellten die gemeinsam erarbeiteten Ziele der Initiative vor, die Grundlage und Richtschnur für alle weiteren Schritte, wie das bauliche Konzept, die Gesellschafts- und Finanzierungsform und die Integration von behinderten Menschen sind.

IMG_0653Ulrike Ellerbrock und Dirk Möhle berichteten über das bauliche Konzept. Dies ist auf der Grundlage unserer Vorstellungen und Vorgaben entstanden. Die zwei Architektenbürors entstandenen Entwürfe zeigen, wie die nachbarschaftlichen Gedanken des Projekts und die Umweltanforderungen des Grundstücks im Auental augenommen werden können.

Danach berichtete Joachim Josenhans über die geplante Gesellschaftsform und Finanzierung. Ein genossenschafliches Modell, verträgt sich gut mit der Idee des nachbarschaftlichen Wohnens und hat sich bei anderen Projekten bewährt.

Da Barbara Schlaghecke-Josenhans wegen Stimmproblemen ihren Beitrag nicht selbst vorstellen konnte, übernahm Joachim Josenhans diesen Part und stellte unter dem Motto „Mitmachen“ die weiteren Schritte vor. Für die weitere Planung wurde ein Fragebogen ausgeteilt, um die Wünsche und Vorstellungen der Interessierten zu sammeln und zu berücksichtigen. Für diejenigen, die sich für eine Wohnung im Projekt und die Mitarbeit in der Wohnprojektgruppe konkret interessieren, wird es  nach den Sommerferien am 18. August einen nächsten Termin geben, auf dem wir mit der Projektarbeit beginnen wollen.

IMG_0668Zum Schluss des Informationsteils stellte Dr. Tobias Behrens von Stattbau Hamburg, die unsere Initiative in der weiteren Arbeit als Projektentwickel begleiten wird, die Erfahrungen mit anderen Initiativen vor. In Großstädten sind nachbarschaftliche Wohnprojekte bereits  ein wichtiger Teil der Stadtentwicklung, aber auch in mittleren und kleineren Städten gibt es vielfältige geplante und realisierte Projekte. Schleswig-Holstein unterstützt diese Wohnform durch ein eigens geschaffenes Referat im Innenministerium. Er wies darauf hin, dass diese Wohnform nicht umsonst zu haben ist, sondern die Kosten, die ein privater Bauherr aufzubringen und ein Mieter zu bezahlen hätten, natürlich ebenfalls entstehen.

IMG_0690Trotz des Regens wollten einige Interessierte sich zum Abschluss  noch einen eigenen Eindruck vom Grundstück verschaffen.

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung und viel Interesse und Anerkennung für die umfangreiche Vorarbeit unserer Inititative. Auch die Segeberger Zeitung berichtete in einem ausführlichen Artikel mit der Überschrift „Generationenhaus soll 2015 stehen“.

Interesse am Mitmachen bei der weiteren Entwicklung des Wohnprojekts? Auf diesen Fragebogen kann man sich für die Mitarbeit anmelden.

 

 

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Vorstellung des Wohnprojekts ‚Haus an den Auen‘

Karte Infoverantaltung 26.5.13

Einladungskarte zu unserer ersten Informationsveranstaltung

Nach einem Jahr intensiver Arbeit an den Zielen, baulichen Anforderungen und der Gesellschaftsform, nach Gesprächen mit Ausschüssen, Bauamt, Stadt- und Grünplanern und nach Klärung der Modalitäten des Grundstückskaufs, nach dem Vorliegen von ersten Architektenentwürfen und Finanzkalkulationen wollen wir Euch / Ihnen, wie bereits in einem früheren Beitrag angekündigt, unser Projekt präsentieren. Zu folgenden Themen werden wir und unsere Berater informieren:

  • das inhaltliche Konzept des Wohnprojekts ‚Haus an den Auen‘
  • der bauliche Entwurf
  • die geplante Finanzierungs- und Gesellschaftsform
  • Beteiligungsmöglichkeiten an der weiteren Projektentwicklung
  • die geplanten weiteren Schritte

Zu einer Informationsveranstaltung des
Wohnprojekts ‚Haus an den Auen‘ laden wir ein:

Sonntag, den 26. Mai um 15.00 Uhr Klinikum Bad Bramstedt,
Seminarraum 1 im Haus B

(Oskar-Alexander-Str. 26, Ausschilderung zum Haupteingang folgen, dann Ausschilderung Haus B, der Seminarraum neben dem Speisesaal).

Im Anschluss an die Informationsveranstaltung wollen wir gemeinsam das Gelände besichtigen (3 Minuten zu Fuß vom Klinikgelände).

Für unsere Vorbereitung wäre eine Anmeldung per eMail sehr hilfreich: WohnprojektBadBramstedt@t-online.de

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Mehrgenerationenhaus?

Bildband_innen Teil2In der Presse wird unser Wohnprojekt häufiger als „Mehrgenerationenhaus“ bezeichnet. Wir selber sprechen von einem „nachbarschaftlichen, generationsübergreifenden und integrativen Wohnprojekt“ und haben das auch in unseren Zielen formuliert:

nachbarschaftlich:  Wir wünschen uns eine lebendige Vielfalt, die sowohl Raum für Gemeinschaft, als auch genug Raum für Rückzug beinhaltet.  Durch die Bauweise und die gemeinschaftliche Gestaltung ergeben sich selbstverständliche nachbarschaftliche Kontakte. Wir möchten uns als Gruppe in verschiedenen sozialen und kulturellen Projekten engagieren und  unser Wohnprojekt für nachbarschaftliche Begegnung öffnen.

generationsübergreifend: Wir schätzen und wünschen die Unterschiedlichkeit im Alter, der Lebenssituation, der Lebenserfahrung und Lebensäußerung unserer MitbewohnerInnen.

integrativ: wir meinen, dass unsere Vorstellungen eines guten nachbarschaftlichen Zusammenlebens gut mit denen der „Inklusion“, d.h. der gleichberechtigten Teilnahme von Menschen mit Behinderung an allen Bereichen des Lebens, zusammen passen.

Der Begriff des „Mehrgenerationenhauses“ wird dagegen für von der Bundesregierung geförderte Projekte  genutzt, bei denen ein „Offener Treff“ geschaffen wird, in dem sich Menschen begegnen, miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen sollen. Es geht also nicht um das gemeinsame Wohnen.

Dennoch: auch wir wollen die Gemeinsamkeit der Generationen, eine Offenheit unseres Projekt nach innen, eine Offenheit nach aussen in die Kommune und einen Treffpunkt für Menschen mit verschiedenen Ideen, Anliegen und Themen – allerdings in anderer Form.

 

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Das Projekt nimmt Form an

Morgennebel im Auental

Morgennebel im Auental

Arbeit am baulichen Konzept

Im Zuge der Gespräche mit der Stadt und der eingesetzen Städte- und Grünplaner haben sich die Rahmenbedingungen soweit konkretisiert, dass wir nun im Gespräch mit Architekten sind und diese Vorschläge für das bauliche Konzept unseres Wohnprojekts entwickeln. Die Vorschläge sollen einen „städtebaulichen Entwurf“, ein Architektur- und Umweltkonzept sowie Kennzahlen und Kostenrichtwerte umfassen, die unserer Initiative Anfang Mai 2013 vorgestellt werden sollen und und die wir mit den Bauleitplanverfahren beteiligten Fachleuten erörtern wollen.

Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse, bei denen es gilt, die Anforderungen des nachbarschaftlichen Zusammenlebens, einer zu dem Grundstück passenden Bauform, des Naturschutzes und der Finanzierbarkeit zusammenzubringen – keine leichte Arbeit.

Auf Grundlage der Entwürfe wollen wir dann eines der Architektenbüros mit der Betreuung unseres Projekts beauftragen.

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Ich möchte gern mitmachen, was muss ich tun?

Auch reizvoll im Winter. Blick von der Drei-Auen-Brücke auf unser Grundstück

Reizvoll auch im Winter. Blick von der Drei-Auen-Brücke auf unser Grundstück im Hintergrund.

In Bad Bramstedt und im weiteren Umfeld hat es sich schnell herumgesprochen, dass der kommunale Planungsausschuss grünes Licht für die nächsten Schritte unseres Wohnprojekt gegeben hat. Seither erreichen uns eine Menge Anfragen von interessierten Menschen, die nähere Informationen möchten, sich für die Details interessieren oder gleich mit einziehen wollen:

  • Wann stehen die Gebäude? Wie werden sie aussehen? Baut ihr ökologisch mit Niedrigenergiestandard, Blockheizkraftwerk und Photovoltaikanlage?
  • Kann jeder mitmachen, auch wenn er seine Wohnung nicht als Eigentum erwerben kann/will? Wie hoch wird denn die Miete sein? Stehen die Grundrisse schon fest, oder könnte ich die Wohnungsgröße mit bestimmen?
  • Wird es Gemeinschaftseinrichtungen wie ein Cafe, Hobbyräume, einen Sauna- und Fitnessraum, eine Werkstatt oder auch Car-Sharing geben?
  • Werden auch einige Familien mit Kindern dabei sein, oder wie ist die Zusammensetzung der Wohngruppe gedacht?
  • Ist vorgesehen, dass man sich an der Planung beteiligen kann, und wann ist das so weit?

Zu allen diesen Fragen werden wir im Mai eine erste öffentliche Veranstaltung zur Vorstellung des Projekts machen, bei der wir mit Euch das Grundstück gemeinsam ansehen und unsere derzeitigen Überlegungen zum baulichen Entwurf, zu Finanzierung, zur Gesellschaftsform und den voraussichtlichen Kosten vorstellen wollen. Ab diesem Zeitpunkt kann jeder sein Interesse, an unserm Projekt „offiziell“ anmelden.

Dann werden wir im Herbst eine Planungsgesellschaft gründen, in die Menschen eintreten können, die ein ernsthaftes Interesse am Wohnprojekt haben. Diese Planungsgesellschaft finanziert und begleitet den Planungsprozess. Wenn das behördliche Bauleitplanverfahren abgeschlossen ist und die Architektenpläne und -kalkulationen fertig sind, werden wir mit dem Bau beginnen und dafür eine Baugesellschaft gründen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt steht die Entscheidung an, ob Du nun wirklich im neuen „Haus an den Auen“ wohnen und mit vielen anderen netten Menschen eine gute Nachbarschaft aufbauen willst.

Zur Erleichterung unserer weiteren Planung und zur Einladung zu unseren Veranstaltungen besteht schon jetzt die Möglichkeit, ein zukünftiges Interesse anzumelden. Hilfreich wäre für uns zu erfahren, wie alt Du bist, ob Du eine Wohnung als Familie, Gruppe, Paar oder allein suchst, welche Wohnungsgröße Du Dir vorstellst, welche persönlichen Interessen, Fähigkeiten und Hobbys Du in die Nachbarschaft einbringen kannst und willst.

Rückmeldungen gerne an unsere eMail-Adresse: WohnprojektBadBramstedt@t-online.de

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Planungsausschuss gibt grünes Licht

Unterstützung für unser Wohnprojekt im Rathaus Bad Bramstedt

Unterstützung für unser Wohnprojekt im Rathaus Bad Bramstedt und von der Politik

Auf der Sitzung des städtischen Planungsauschusses am 21.1.13 traf der Ausschuss einstimmig einen sogenannten „Aufstellungsbeschluss“, der die Voraussetzung ist, die weitere städtebauliche Planung vorzunehmen. Es geht also voran!

Alle Parteien hatten sich im Ausschuss ganz ausdrücklich für unser Idee eines nachbarschaftlichen und generationsübergreifenden Wohnens in Bad Bramstedt ausgesprochen und begrüßten den geplanten Standort am Eingang zum Kurgebiet.

Dennoch war dem Beschluss eine längere Diskussion um den Natur- und Auenschutz an dieser Stelle vorangegangen. Da zahlte es sich aus, dass wir bereits auf Vorschlag der Stadt ein umfangreiches narturschutzrechtliches Gutachten hatten anfertigen lassen, welches in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde genau auflistet, was in der weiteren Planung zu beachten sein wird. Dies überzeugte dann letzlich auch den Ausschuss.

Nun wird die Stadt einen Stadtplaner und einen Grünplaner beauftragen, gemeinsam mit unserer Initiative ein bauliches Konzept zu entwickeln, was unseren Erfordernissen und dem Naturschutz Rechnung trägt und eine Zustimmung bei Politik und Verwaltung findet.

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Bauliche Eckpunkte für unser Wohnprojekt

Welche baulichen Konzepte setzten Andere um? Besuch beim Wohnprojekte  Torfwiesenau.

Welche baulichen Konzepte setzen andere Projekte um? Besuch beim Wohnprojekt Torfwiesenau in Kiel.

Heiß und lange diskutiert wurden die Ziele unseres Wohnprojekts, bis wir zu einem Konsens in der Gruppe gekommen sind. Aber die Auseinandersetzung hat sich gelohnt, da wir für die weiteren Schritte eine Richtschnur haben und neue Interessenten eine Vorstellung, was der Kern unseres Wohnprojekts sein soll, bekommen.

Aber wie sollen sich diese Ziele im baulichen Konzept niederschlagen? Was ist uns besonders wichtig? Was ist finanzierbar? Mit diesen Fragen werden wir nun konfrontiert, wenn wir im Gespräch mit den Architekten zu ersten Entwürfen kommen sollen, die mit den Planern und der Stadt besprochen werden können.

Und da gibt es viele Aspekte zu überlegen: Nachbarschaft, Ökologie, Variabilität der Wohnungsgrößen und -zuschnitte, verschiedene Nutzungskonzepte, Bezahlbarkeit, Energieversorgung, die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Auflagen und und und ….

Dieses Thema haben wir Mitte Januar in unser Gruppe diskutiert und die wesentlichen Punkte in dem Arbeitspapier „Bauliche Eckpunkte für das Wohnprojekt „Haus an den Auen“ zusammengestellt.

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Antrag auf die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gestellt

Kurz vor Weihnachten haben wir es noch geschafft, bei der Stadt den für die weitere Planung erforderlichen „Antrag auf die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans“ zu stellen. Damit beginnt ein aufwändiges Bauleitplanverfahren, dessen Ziel eine endgültige Baugenehmigung für das Grundstück „Haus an den Auen“ ist. Der Zeitraum wird von den Fachleuten mit ca. einem Jahr angegeben.

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Das Grundstück grenzt im Norden, nur durch eine Hecke getrennt, direkt an die Schmalfelder Au.

Gemeinsam mit Fachleuten für Städtebauplanung, Landschaftsplanung und Architekten werden wir nun ein bauliches Konzept für unser generationsübergreifendes, nachbarschaftliches und integratives Wohnprojekt entwickeln, welches mit dem hiesigen Bauamt, dem Planungsaussschuss und danach mit dem Kreisbauamt abgestimmt werden muss und das die vom Kreis formulierten naturschutzrechtlichen Auflagen zu berücksichtigen hat. Diese Überlegungen werden in einer Änderung des Flächennutzungsplans und in dem schon erwähnten vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgeschrieben und sind dann die Grundlage für den Bauantrag unseres Wohnprojekts. Das hört sich kompliziert an – und ist es auch tatsächlich. Aber da das Grundstück für unsere Zwecke sehr gut geeignet ist, lohnt sich der Aufwand.

Parallel zur Entwicklung des baulichen Konzepts werden sich auch die Kosten konkretisieren, die wir für das gesamte Projekt – und was für den Interessierten natürlich viel wichtiger ist – den gebauten Quadratmeter Wohnfläche ansetzen müssen. Denn daraus läßt sich ableiten, wie teuer später die Wunschwohnung sein wird, sowohl beim Kauf, wie auch für Miete und Genossenschaftsanteil.

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Es geht voran: erster Vertrag geschlossen

Blick auf das Grundstück aus Richtung Süden. Im Vordergrund ein Biotop, welches bei Auenhochstand überschwemmt ist.

Blick auf das Grundstück aus Richtung Süden. Im Vordergrund ein Biotop, welches bei Auenhochstand überschwemmt ist.

Mit dem Klinikum Bad Bramstedt, dem das Gelände „Haus an den Auen“ gehört, haben wir nun einen Vorvertrag geschlossen. Darin haben wir vereinbart, dass wir gemeinsam die Bauleitplanung vorantreiben wollen. Hierzu werden wir einen Antrag auf die Errichtung eines  „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ stellen werden.

In einem solchen Verfahren konkretisieren wir gemeinsam mit der Stadt und den städtischen Gremien, wie die Gebäude unseres Wohnprojekts aussehen sollen, wie groß und hoch sie werden und wieviel Wohnungen wir mit unserm Projekt schaffen können.

Mit dieser Voraussetzung können wir nun auch beginnen, weitere  nette Menschen für unser Projekt eines generationsübergreifenden und nachbarschaftlichen Wohnen in Bad Bramstedt zu finden und diese in die weitere Planung einzubeziehen.

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Gründung einer GbR

Bildband_innen Teil 1Bei den nun anstehenden Schritten müssen wir als Initative auch offiziell auftreten können. Dazu haben wir eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts – „GbR“ gegründet. Diese hat den Charakter einer Vorlauf-GbR, d.h. wir haben festlegt, wer unsere Gruppe nach aussen vertreten soll.

Geregelt haben wir auch, wie wir unsere Finanzen verwalten, da für die bisherigen Schritte schon Kosten aufgetreten sind, die wir in der derzeit noch kleinen Gruppe tragen. So bald wir die Gruppe öffnen und die weiteren Interessierten aufnehmen, werden wir die Vorlauf-GbR auflösen und eine Planungs-GbR gründen, in die jedes Mitglied eine Einlage für die Kosten der Planungsphase einbringt (Architekten- und Beratungskosten, Gutachten, Genehmigungen etc.). Die bisher von der kleinen Gruppe übernommenen Vorlaufkosten werden bei der Gründung der neue Gesellschaft berücksichtigt.

Im Zuge des Bauprozesses werden dann eine Genossenschaft (eG) und bei Bedarf auch eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) gegründet.

Warum so kompliziert? Diese Schritte haben sich bei vorangegangenen Wohnprojektinitiativen bewährt und man sollte immer im Auge haben, dass hier viel Geld bewegt werden muss – das Geld unserer Projektmitglieder.

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Umweltgutachten zeigt Machbarkeit am geplanten Standort

Ein Blick auf das Gelände von der Au kommend

Nachdem wir auf unsere Anfragen vom Kreisbauamt Segeberg keine klaren Hilfestellung und Hinweise für das weitere Verfahren bekommen konnten, beauftragten wir ein Fachbüro mit der Erstellung einer „Landschaftsplanerischen Stellungnahme“. Das Ergebnis liegt nun seit Oktober vor und bestätigt, dass unter Berücksichtigung aller Auflagen und Einschränkungen durch Landschafts-, Natur- und Gewässerschutz auf dem Grundstück gebaut werden kann.

Das ist nun mal eine gute Nachricht, zumal das Fachbüro mit der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises auch bereits die Details soweit klären konnte, dass auf dieser Grundlage mit einem Architekten genauere Überlegungen zur Lage der Gebäude im Gelände, der Höhe und der Größe angestellt werden können.

Damit kommen wir unserem nächsten Realisierungsschritt, der Beantragung einer Bauleitplanung bei der Stadt Bad Bramstedt, ein großes Stück näher.

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Planungsbürokratie – nach drei Monaten keinen Schritt weiter

Wie wir unter der Überschrift „Planungsbürokratie – für einen Laien nicht so recht verständlich“ Ende März berichtet hatten, hatte das Bauamt Segeberg Ende 2011 auf unsere Bauvoranfrage geantwortet, dass „eine Zulässigkeit des Vorhabens nur durch die Änderung des Flächennutzungsplans und durch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erreicht werden kann“.

Daraufhin wollten wir uns mit Planungsausschuss und Stadtverwaltung daran machen, die entsprechenden Pläne aufzustellen. Nach weiteren Einwänden des Kreisbauamtes wurde uns aber empfohlen, zunächst mit diesem konkret zu klären, um welche Einwände es sich nun tatsächlich handelt und wie diese durch ein Bauleitplanungsverfahren ausgeräumt werden könnten, um nicht hohe Planungskosten eventuell vergeblich zu investieren.

Mitte Juni hat der Kreis Segeberg nach nunmehr drei Monaten (!) auf die Frage geantwortet, ob durch ein Bauleitplanungsverfahren die Bedenken ausgeräumt werden können. Uns wurde mitgeteilt, dass es „nicht abschließend möglich ist, einzuschätzen, ob und in welcher Form im Rahmen der Bauleitplanung das Projekt verwirklicht werden kann.“ Empfohlen wurde nun, vorab eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.

So sind wir in den letzten Monaten keinen Schritt weiter gekommen – das ist ernüchternd und ärgerlich!

Ob der Behörde nicht klar ist, wie viele Menschen an der zügigen Klärung dieser Fragen interessiert sind, um mit der Vision eines generationsübergreifenden und nachbarschaftlichen Wohnens voran zu kommen?

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Individuelle Wohnraumgestaltung im Projekt Torfwiesenau

Bei unserm Besuch im Wohnprojekts Torfwiesenau waren wir neugierig, ob die Gestaltung der Wohnungen ebenso ansprechend sein würde, wie die äußere Gesamtanlage. Unsere Gastgeber ermöglichten es uns, drei Wohnungen von innen anzusehen.

Die 50 m² Mietwohnung liegt im Parterre in Ost-West-Richtung. Aus dem Wohnzimmer und Esszimmer geht der Blick auf einen kleinen Vorgarten. Durch eine geschickte Setzung von Wandvorsprüngen und Nischen wirkt der zentrale Wohnraum sehr großzügig; der Kochbereich war einbezogen – aber optisch abgetrennt. Die große Fensterfront ist übereck gezogen, so dass auch Südsonne in den Wohnraum kommt. Neben dem Bad gibt es einen kleinen Schlafraum nach Westen ausgerichtet, eine Abstellkammer und einen Flur. Vor dem Schlafraum ist eine kleine Terrasse. Die Bewohnerin war mit der Aufteilung und den Gestaltungsmöglichkeiten sehr zufrieden. Ihre Wünsche zur Stellung der nichttragenden Wand im Wohnraum wurden beim Bau berücksichtigt. Da diese Wohnung mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung finanziert wurde, ist die Miethöhe nach oben hin festgelegt und die Mieter benötigten einen Wohnberechtigungsschein.

Das trifft auch auf die 80 m² Wohnung zu, in der wir eine Familie mit einem Kind besuchten. Diese Wohnung mit 4 Zimmern in einer Nordsüdlage hat im Süden den Blick auf einen Teich, an den sich Felder und Wiesen anschließen. Auch diese Wohnung war mit Nischen, Wandvor- und Rücksprüngen sehr einfallsreich geschnitten und gestaltet. In diesem Haus bietet ein Technik- und Versorgungsraum abgehend vom Treppenhaus Stellfläche für die Waschmaschine und andere Dinge. Viele praktische Ideen und Überlegungen waren hier umgesetzt.

Die Eigentumswohnung im selben Haus erstreckt sich über drei Stockwerke (vertikale Teilung) und ist etwa 130 m² groß. Im Dachgeschoß zieht sich über die gesamte Wohnfläche eine Terrasse und im Parterre ist ein kleiner eigener Garten gestaltbar und direkt von der Wohnküche begehbar. Die Finanzierung dieser Wohnung erfolgte durch die Eigentümer, die sich im Gesamtprojekt mit den anderen Eigentümer in einer Eigentümergemeinschaft zusammengeschlossen haben.

Auch in die Gestaltung der Gesamtanlage wurden Ideen und Wünsche einbezogen. Die Gruppe hatte sich nach Vorschlägen der Architektin auf Vorgaben wie die Farbauswahl zur Außengestaltung geeinigt. Da alle Wohnungen keinen Keller- oder Dachboden haben, steht jedem Mieter ein Schuppen (Kellerersatzfläche) zu. Diese sind vor den Häusern gruppiert, manche mit Gras- und Sukkulenten Dächern versehen. Einzelne Schuppen beeinträchtigen allerdings den Lichteinfall ein wenig.

Mit unserer Gastgeberin auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung

Mit unserer Gastgeberin auf dem Weg zur Wohnungsbesichtigung

Interessant und spannend war, dass in einem Wohnprojekt der einzelne Mieter und Eigentümer große Gestaltungsmöglichkeiten hat. Dabei kommen sehr spezielle Lösungen heraus, in die die besonderen individuellen Bedürfnisse eingeflossen sind. Grenzen der Gestaltungsmöglichkeiten sind gesteckt, wo die Wiedervermietung bei einem Auszug des Erstmieters durch extravagante Lösung eingeschränkt würde.

Unser Fazit, als eigener Bauherr eines Wohnprojektes hat jeder Möglichkeiten eigene Prioritäten und Vorstellungen einzubringen.

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Zu Besuch im Wohnprojekt Torfwiesenau

"Haus 1" - das erste von vier Gebäudekomplexen im Wohnprojekt Torfwiesenau

Bei wunderbarem Sonnenschein aber einem kalten und kräftigen Fördewind haben wir das Wohnprojekt Torfwiesenau in Kiel Heikendorf erneut besucht.

Jetzt stehen alle vier 4 Häuser mit 32 Wohnparteien, 69 Menschen (davon 11 Kinder) wohnen dort. Vom vorgelagerten Parkplatz geht man in die autofreie Wohnanlage, gestern haben wir viele Bewohner gesehen, die in ihren Gärten arbeiteten. Die zweistöckigen Häuser sind geschickt versetzt angeordnet und das Staffelgeschoss ist mit kräftigen Toskanafarben gestaltet.

Im Projekt Torfwiesenaus gibt es Mieter und Eigentümer. Die Mietwohnungen wurden von der Genossenschaft mit Mitteln der sozialen Wohnbauförderung gebaut. Für jede Wohnung mussten die Mieter Genossenschaftsanteile von 300 Euro /m² erwerben. Also wurden bei einer 50m² Wohnung 15.000 Euro fällig (werden bei Auszug nach einer Neuvermietung zurückgezahlt). Da im Projekt Wohnbauförderung in Anspruch genommen wird, ist Voraussetzungen, dass das monatliche Einkommen eine festgelegte Grenze nicht überschreitet.

Die Finanzierung der Eigentumswohnungen mussten durch die jeweiligen Partien gesichert werden. Beide Gruppen, die Wohnungsbaugenossen und die Eigentümer, haben sich zu einer Genossenschaft zusammengefunden, um das Gelände zu bewirtschaften und gemeinschaftliche Dinge zu regeln.

Erfahrungsaustausch im Gemeinschaftshaus des Wohnprojekts Torfwiesenau

Ines und Peter, zwei der Initiatoren und Aktiven hatten im Gemeinschaftshaus Kaffee und Tee vorbereitet und berichteten uns vom Aufbau des Wohnprojekts und dem ersten Jahr des Zusammenlebens. Das große Gemeinschaftshaus steht allen Bewohnern für Aktivitäten zur Verfügung und kostet jede Partei 33 Euro Umlage/Monat. Kleine Einnahmen zur weiteren Einrichtung und Ausgestaltung kommen durch Vermietung für z.B. die Yogagruppe rein oder wenn Bewohner „geschlossene“ Veranstaltungen und Feste feiern, zu denen die anderen Bewohner keinen Zugang haben.

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Internetseite freigeschaltet

Auf unserm Treffen am 19.4. haben wir uns schwerpunktmäßig mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.  Susanne Kagelmann (ein Mitglied unserer Initiativgruppe) hat ihre künstlerischen Fähigkeiten spielen lassen und für den demnächst vorliegenden Flyer  eine Graphik entworfen, die uns so gut gefallen hat, dass wir sie auch für den Kopf der Internetseite (siehe oben) und als Blickfang für die kleinen Artikel genutzt haben.

Die Internetseite wird nun freigeschaltet, um allen Interessierten den Fortgang unserer Initiative zugänglich zu machen. In das Programm ist eine Funktion integriert, mit der man sich über neue Artikel per eMail informieren lassen kann, da wir in Blogform aktuell über unsere weiteren Aktivitäten informieren wollen.

Zur Zeit warten wir aber immer noch auf die Reaktion des Kreisbauamtes, um endlich die nächsten Schritte gemeinsam mit der Stadt anpacken zu können.  Aber die Kreisbehörde ist auskunftsgemäß wegen Überlastung schlecht besetzt und die Aufgaben bleiben lange liegen.

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